Therapeutisches Musizieren - worum geht es da eigentlich?

Beim therapeutischen Musizieren im eigentlichen Sinn handelt es sich um eine musiktherapeutische Methode, die mit einer zumeist an Regeln und Vorgaben gebundene Spielweise arbeitet. Ziele sind emotionales Wachstum und Ausdrucksfähigkeit, die Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit, Konzentrationsfähigkeit und des Gemeinschaftssinns.

Ich fasse den Begriff des "Theraputischen Musizierens"  in meiner Arbeit aber etwas weiter, denn ich verknüpfe ganz gezielt therapeutische Ansätze mit pädagogischen Ansätzen, vor allem mit den Ergebnissen der neuesten Hirnforschung, sowohl bezogen auf die inzwischen nachweisbare positive Wirkung der Musik auf unser Gehirn als auch auf die Konsequenzen, wie wir am besten etwas lernen. Egal, worum es sich handelt, ob persönliche Krise, Probleme rund ums Thema "Lernen" oder individuelle Entwicklungs- und Wachstumsförderung, die kreativ-spielerische Beschäftigung mit Musik unterstützt nicht nur die o.g. Ziele, sondern sie trägt nach meiner langjährigen Erfahrung zur Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstbewußtseins bei, bahnt neue Handlungs- und Erlebnismuster, aktiviert Kreativität und schöpferisches Potential, dient der seelischen und körperlichen Entspannung und der Stressbewältigung, läßt Freude und Lebenslust erleben und somit für mehr Lebensqualität sorgen. Gerade das regelmäßige "Üben" unterstützt, daß sich entsprechende Vernetzungen im Gehirn  vertiefen und dadurch zu echten Ressourcen in der Bewältigung nicht nur von Krisen, sondern auch in den alltäglichen Anforderungen durch Berufsalltag oder Schule werden.

 

Spielerische Improvisation und kreatives Songwriting, das Erforschen und Erlernen eines Musikinstrumentes, Malen und Bewegung, Gespräch und Stille, eingebettet in ein pädagogisch-therapeutisches Setting - dies alles sind Elemente, die für mich zum "therapeutischen Musizieren" dazugehören, vor allem aber, daß der Schüler/in oder der Klient/in im Zentrum der musikalischen Arbeit steht.